Alle Episoden

Das ist zu gut, um wahr zu sein

Das ist zu gut, um wahr zu sein

‧ 2m 31s

«Dieser Vers ist zu gut, um wahr zu sein», sagt Thomas Bänziger. Der Überfluss an Gnade wird schon durch die Wortwahl deutlich. «Paulus hat das ganz bewusst gewählt», ergänzt Katharina Bänziger. Der Kontext der Textstelle ist eine Spendensammlung. «Fröhlich geben können wir nur dann, wenn wir überzeugt sind, dass Gott für uns schaut.» Es geht um die Grundhaltung, wie wir mit Geld umgehen können.

Gottes Augen bleibt nichts verborgen

Gottes Augen bleibt nichts verborgen

‧ 2m 53s

Thomas Bänziger stellt zu Beginn die Frage nach dem Gottesbild. «Steckt da nicht ein Gottesbild von einem Polizisten dahinter? Einer, der alles sieht?» Wenn es einen Gott gibt, der alles sieht, kann das bedrohen, aber auch befreien. «Wie in einem Glashaus. Das kann auch authentisch wirken.»
Katharina Bänziger ergänzt und sagt: «Wenn alles transparent ist, dann kann dies auch Gerechtigkeit erwirken. Alles liegt offen da.» Wichtig ist aber auch der Kontext, die anderen Verse um die Textstelle herum. Da geht es darum, dass Jesus Christus für uns einsteht und selbst schon die Gerechtigkeit erwirkt.

Gott ist beständig

Gott ist beständig

‧ 2m 31s

Dieser Text stammt aus dem zweiten Teil des Jesajabuches. Das Volk Israel ist verbannt und soll durch diesen Text getröstet werden. «Berge und Hügel stehen für Beständigkeit. Gott ist stärker als all die Dinge, die wir als beständig erachten», so sieht es Mirjam Merz. Er ist verlässlich und sein Friede soll bestand haben.
Thomas Zingg erinnert die Geschichte an die Sintflut bei Noah. «Danach entscheidet sich Gott, dass dies nie mehr geschehen soll. Daran wird nicht gerüttelt.»

Liebe ist eine Frage der Haltung

Liebe ist eine Frage der Haltung

‧ 2m 28s

Hier wird ein Text aus dem Hohelied der Liebe aus dem Alten Testament zitiert. Eine Bibelstelle, die an vielen Hochzeiten verwendet wird. «Spannend ist aber, dass Paulus hier eigentlich über die Liebe Gottes spricht. Über seine selbstlose Liebe», sagt Mirjam Merz. Und doch ist es auch ein Steilpass, dass man diese Liebe auf der zwischenmenschlichen Ebene nachahmen soll. «Auch wenn diese göttliche Liebe nicht erreichbar ist, man soll ihr nacheifern», ergänzt Thomas Zingg. Es geht vielmehr um eine Haltung und nicht um ein Gefühl. Liebe soll eine aktive Handlung sein im Alltag.

Gott ist ein guter König, ohne wenn und aber

Gott ist ein guter König, ohne wenn und aber

‧ 2m 9s

Der Thron im Himmel ist ein Bild für Autorität und Souveränität. «Das zeigt, dass Gottes Herrschaft bleibt und feststeht», sagt Mirjam Merz. Es geht um alle Lebensbereiche, die unter der Herrschaft von Gott stehen.
«Das sehen wir auch in der Theologie des Reiches von Gott. Er ist König», ergänzt Thomas Zingg. Er tut dies aber fürsorglich und in einer Art, die das Gegenüber nicht unterdrücken soll.

Gott ist treu

Gott ist treu

‧ 2m 16s

Im 25. Kapitel des Buchs Jesaja ändert sich die Perspektive. Die Situation endet in einem Lobgesang. «Es ist eigentlich ein persönliches Bekenntnis von Jesaja zu seinem Gott», sagt Mirjam Merz. Jesaja hat erlebt, dass Gott eingreift. «Auf der einen Seite spricht er von dem, was Gott gemacht hat. Er spricht aber auch seine Treue an», ergänzt Thomas Zingg. Das ist auch etwas, das uns heute noch gilt.

Wer an Gott glaubt wird leben

Wer an Gott glaubt wird leben

‧ 2m 26s

Jesus spricht hier zu Menschen, die seine Vollmacht in Frage stellen. In der Geschichte zuvor hatte er an einem Sabbat einen Gelähmten geheilt. "Es ist ein knackiger Text. Jesus holt sich die Autorität selbst und legitimiert sein Handeln", sagt Thomas Zingg. Jesus provoziert, weil er diesen Mann geheilt hat und dann sagt er auch, dass er von Gott gesendet ist. "Er sagt quasi, dass er im Auftrag von Gott handelt und das führt am Schluss auch dazu, dass er umgebracht wird", ergänzt Mirjam Merz. Er drückt seine Handlung nun in Worten aus.

Die Hoffnung bleibt bis zum Schluss

Die Hoffnung bleibt bis zum Schluss

‧ 2m 17s

Was ist unsere Hoffnung? «Wenn ich auf etwas hoffe, dann stelle ich mir auch etwas vor», sagt Evelyne Baumberger. «Ich hoffe, dass ich gesund werde, dass es schönes Wetter ist.»
Hier geht es aber um mehr. Tobias Rentsch beschreibt es so: «Hoffnung heisst, ich muss keine Angst vor einer Strafe haben. Der christliche Glaube zeigt: Es geht um Liebe und nicht um die Strafe.» Daran darf man sich festhalten, betont Evelyne weiter. «Diese Zusage ist gegeben.»

Gott lässt mich nicht aus den Augen

Gott lässt mich nicht aus den Augen

‧ 2m 41s

«Die Psalmen: Für mich eines der schönsten Bücher der Bibel», betont Tobias Rentsch. Und in diesem Psalm gibt es einen Perspektivenwechsel: Vom Menschen, der zu Gott betet, hin zu Gott, der zum Menschen spricht.
«Da geht man auch davon aus, dass Gott da ist und antwortet», ergänzt Evelyne Baumberger. «Ich kenne das gut aus dem eigenen Leben. Dass man im Beten, in der Beziehung dann sich vorstellen kann, was er sagen würde. Auch wenn man es nicht direkt hört.»

Ist der Mensch gut oder böse?

Ist der Mensch gut oder böse?

‧ 2m 41s

Es gibt verschiedene Bibelübersetzungen. Einige sind wortwörtlich, nahe am Ursprung. Bei anderen geht es vor allem um die Verständlichkeit. «Hier finde ich die Übersetzung eher schwierig», sagt Evelyne Baumberger im Hinblick auf die Formulierung in der obigen Textstelle. «Es gibt nicht gute Menschen und böse Menschen. Wenn wir die Aussagen der Bibel im Gesamten sehen, dann tragen wir beides in uns. Hier geht es darum, was wir kultivieren möchten im Leben.»