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Die Hoffnung bleibt bis zum Schluss

Die Hoffnung bleibt bis zum Schluss

2m 17s

Was ist unsere Hoffnung? «Wenn ich auf etwas hoffe, dann stelle ich mir auch etwas vor», sagt Evelyne Baumberger. «Ich hoffe, dass ich gesund werde, dass es schönes Wetter ist.»
Hier geht es aber um mehr. Tobias Rentsch beschreibt es so: «Hoffnung heisst, ich muss keine Angst vor einer Strafe haben. Der christliche Glaube zeigt: Es geht um Liebe und nicht um die Strafe.» Daran darf man sich festhalten, betont Evelyne weiter. «Diese Zusage ist gegeben.»

Gott lässt mich nicht aus den Augen

Gott lässt mich nicht aus den Augen

2m 41s

«Die Psalmen: Für mich eines der schönsten Bücher der Bibel», betont Tobias Rentsch. Und in diesem Psalm gibt es einen Perspektivenwechsel: Vom Menschen, der zu Gott betet, hin zu Gott, der zum Menschen spricht.
«Da geht man auch davon aus, dass Gott da ist und antwortet», ergänzt Evelyne Baumberger. «Ich kenne das gut aus dem eigenen Leben. Dass man im Beten, in der Beziehung dann sich vorstellen kann, was er sagen würde. Auch wenn man es nicht direkt hört.»

Ist der Mensch gut oder böse?

Ist der Mensch gut oder böse?

2m 41s

Es gibt verschiedene Bibelübersetzungen. Einige sind wortwörtlich, nahe am Ursprung. Bei anderen geht es vor allem um die Verständlichkeit. «Hier finde ich die Übersetzung eher schwierig», sagt Evelyne Baumberger im Hinblick auf die Formulierung in der obigen Textstelle. «Es gibt nicht gute Menschen und böse Menschen. Wenn wir die Aussagen der Bibel im Gesamten sehen, dann tragen wir beides in uns. Hier geht es darum, was wir kultivieren möchten im Leben.»

Ist der Glaube ein Kampf?

Ist der Glaube ein Kampf?

2m 41s

Ist der Glaube ein Kampf? Die Berufung eine Last? Für Evelyne Baumberger sind diese Bilder Metaphern. «Und doch kann es sich im Leben so anfühlen. Die Frage ist, gegen wen man kämpft.»
Tobias Rentsch ergänzt und stellt die Frage nach dem Mass eines Kampfes. «Wir hier sind sehr privilegiert. An anderen Orten ist es eher ein Kampf.» Wichtig ist beiden der richtige Umgang mit solchen Texten.

Was gibt mir Orientierung im Leben?

Was gibt mir Orientierung im Leben?

2m 27s

«Für mich geht es bei diesem Vers um die Frage, was mir Orientierung gibt im Leben», sagt Evelyne Baumberger. Es geht um die Auferstehung im Leben, im Hier und Jetzt. Das wird auch in der Taufe symbolisiert.
«Das ist auch eine Orientierung», ergänzt Tobias Rentsch. «Die Taufe kann ein solcher Moment sein, wo ein Orientierungspunkt markiert. Von da her schaue ich auf die Welt und darauf kann ich mich verlassen.» Die Taufe ist eine Zusage von Gott, dass er für uns sorgt und uns liebt.

Gottes Wort ist wie eine Leuchte

Gottes Wort ist wie eine Leuchte

2m 30s

Der Text impliziert, dass der Mensch in der Dunkelheit lebt und auf das Licht angewiesen ist. «Ein starkes Bild. Gottes Wort ist ein Licht und alles andere ist dunkel», sagt Matt Studer.
Für Rahel Studer ist klar: Wer solche Worte schreibt, muss mit diesem Gott ständig in Kontakt sein. «Er hat die Worte wiederholt, rezitiert und in sich aufgenommen. Das merke ich auch im eigenen Leben. Da, wo eine Wahrheit der Bibel angekommen ist, wird sie zum Licht.»

Ein Loblied auf den Schöpfer der Erde

Ein Loblied auf den Schöpfer der Erde

2m 23s

«Ein Loblied auf den Erbauer der Erde», beschreibt Rahel Studer diesen Vers. «Weil Gott alles gemacht hat, gehört sie ihm auch.» Gott macht damit auch einen Anspruch klar.
«Das ist manchmal gar nicht so einfach. Wir möchten ja oft unser eigener Herr sein», ergänzt Matt Studer. Und doch ist der Theologe beruhigt: «Gott hat mich geschaffen. Ich trage seine Handschrift. Und ich bin nicht einfach nur ein Molekül.»

Gerechtigkeit ist ein Kernwert des Christentums

Gerechtigkeit ist ein Kernwert des Christentums

2m 22s

Die soziale Gerechtigkeit spielt im alttestamentlichen Buch Amos eine wichtige Rolle. «Die Zeilen sind an die Führer eines Volkes adressiert. Sie haben das Volk zu ihren Gunsten ausgebeutet», sagt Matt Studer.
Rahel Studer greift das Bild des Flusses auf. «In einem Land mit viel Wüstenfläche ist man von einem solchen Fluss abhängig. So wäre es auch für ein Land schlimm, bei dem die Gerechtigkeit keinen Platz hat.»

Anderen dienen kann auch eine Grenzerfahrung sein

Anderen dienen kann auch eine Grenzerfahrung sein

2m 53s

Matt Studer denkt an eine vergangene Reise, bei der er ein Schloss von Napoleon besucht hat. «Mir ist aufgefallen, dass all das auf eine Person zentriert war. Bei Jesus ist es genau umgekehrt.»
Rahel Studer macht den Realitätscheck. «Wie kann ich jemand sein, der immer anderen dient? Gerade auch dann, wenn ich jemandem dienen will und die Person die Hilfe ablehnt?»
Grundsätzlich geht es hier um die Haltung, dass man von sich wegschaut. Jesus Christus kann hier ein Vorbild sein. «Wir müssen aber auch zu uns selber schauen», greift Rahel nochmals auf. «Denn sonst können wir nicht wirklich lange dienen.»...

Wir sollen freundlich und geduldig sein

Wir sollen freundlich und geduldig sein

2m 45s

«Wenn meine eigenen Ressourcen aufgebraucht sind, dann werde ich ungeduldig und unfreundlich», sagt Rahel Studer ganz ehrlich. «Es ermutigt mich, dass ich auch mit den Schwächen von meinem Gegenüber geduldig umgehen kann.» Auch Matt Studer kennt diese Herausforderungen. Ihm hilft der Gedanke, dass Gott genauso mit uns umgeht. «Im Alten Testament gibt es das Bild, dass Gott den glimmenden Docht nicht auslöscht. Wir sollen daher auch einander und die Beziehungen zueinander nicht aufgeben.»