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Ist der Glaube ein Kampf?

Ist der Glaube ein Kampf?

‧ 2m 41s

Ist der Glaube ein Kampf? Die Berufung eine Last? Für Evelyne Baumberger sind diese Bilder Metaphern. «Und doch kann es sich im Leben so anfühlen. Die Frage ist, gegen wen man kämpft.»
Tobias Rentsch ergänzt und stellt die Frage nach dem Mass eines Kampfes. «Wir hier sind sehr privilegiert. An anderen Orten ist es eher ein Kampf.» Wichtig ist beiden der richtige Umgang mit solchen Texten.

Was gibt mir Orientierung im Leben?

Was gibt mir Orientierung im Leben?

‧ 2m 27s

«Für mich geht es bei diesem Vers um die Frage, was mir Orientierung gibt im Leben», sagt Evelyne Baumberger. Es geht um die Auferstehung im Leben, im Hier und Jetzt. Das wird auch in der Taufe symbolisiert.
«Das ist auch eine Orientierung», ergänzt Tobias Rentsch. «Die Taufe kann ein solcher Moment sein, wo ein Orientierungspunkt markiert. Von da her schaue ich auf die Welt und darauf kann ich mich verlassen.» Die Taufe ist eine Zusage von Gott, dass er für uns sorgt und uns liebt.

Gottes Wort ist wie eine Leuchte

Gottes Wort ist wie eine Leuchte

‧ 2m 30s

Der Text impliziert, dass der Mensch in der Dunkelheit lebt und auf das Licht angewiesen ist. «Ein starkes Bild. Gottes Wort ist ein Licht und alles andere ist dunkel», sagt Matt Studer.
Für Rahel Studer ist klar: Wer solche Worte schreibt, muss mit diesem Gott ständig in Kontakt sein. «Er hat die Worte wiederholt, rezitiert und in sich aufgenommen. Das merke ich auch im eigenen Leben. Da, wo eine Wahrheit der Bibel angekommen ist, wird sie zum Licht.»

Ein Loblied auf den Schöpfer der Erde

Ein Loblied auf den Schöpfer der Erde

‧ 2m 23s

«Ein Loblied auf den Erbauer der Erde», beschreibt Rahel Studer diesen Vers. «Weil Gott alles gemacht hat, gehört sie ihm auch.» Gott macht damit auch einen Anspruch klar.
«Das ist manchmal gar nicht so einfach. Wir möchten ja oft unser eigener Herr sein», ergänzt Matt Studer. Und doch ist der Theologe beruhigt: «Gott hat mich geschaffen. Ich trage seine Handschrift. Und ich bin nicht einfach nur ein Molekül.»

Gerechtigkeit ist ein Kernwert des Christentums

Gerechtigkeit ist ein Kernwert des Christentums

‧ 2m 22s

Die soziale Gerechtigkeit spielt im alttestamentlichen Buch Amos eine wichtige Rolle. «Die Zeilen sind an die Führer eines Volkes adressiert. Sie haben das Volk zu ihren Gunsten ausgebeutet», sagt Matt Studer.
Rahel Studer greift das Bild des Flusses auf. «In einem Land mit viel Wüstenfläche ist man von einem solchen Fluss abhängig. So wäre es auch für ein Land schlimm, bei dem die Gerechtigkeit keinen Platz hat.»

Anderen dienen kann auch eine Grenzerfahrung sein

Anderen dienen kann auch eine Grenzerfahrung sein

‧ 2m 53s

Matt Studer denkt an eine vergangene Reise, bei der er ein Schloss von Napoleon besucht hat. «Mir ist aufgefallen, dass all das auf eine Person zentriert war. Bei Jesus ist es genau umgekehrt.»
Rahel Studer macht den Realitätscheck. «Wie kann ich jemand sein, der immer anderen dient? Gerade auch dann, wenn ich jemandem dienen will und die Person die Hilfe ablehnt?»
Grundsätzlich geht es hier um die Haltung, dass man von sich wegschaut. Jesus Christus kann hier ein Vorbild sein. «Wir müssen aber auch zu uns selber schauen», greift Rahel nochmals auf. «Denn sonst können wir nicht wirklich lange dienen.»...

Wir sollen freundlich und geduldig sein

Wir sollen freundlich und geduldig sein

‧ 2m 45s

«Wenn meine eigenen Ressourcen aufgebraucht sind, dann werde ich ungeduldig und unfreundlich», sagt Rahel Studer ganz ehrlich. «Es ermutigt mich, dass ich auch mit den Schwächen von meinem Gegenüber geduldig umgehen kann.» Auch Matt Studer kennt diese Herausforderungen. Ihm hilft der Gedanke, dass Gott genauso mit uns umgeht. «Im Alten Testament gibt es das Bild, dass Gott den glimmenden Docht nicht auslöscht. Wir sollen daher auch einander und die Beziehungen zueinander nicht aufgeben.»

Gott suchen, vertrauen und hoffen

Gott suchen, vertrauen und hoffen

‧ 2m 30s

König David singt in diesem Text ein Danklied an Gott. «Er braucht hier ein starkes Wort. Sucht Gott und fragt nach Gott», sagt Thomas Bänziger. Dieses Wort des Suchens kommt im Buch der Chronik häufig vor.
«David hat das gelebt, auch in Situationen, in denen er an seinem Leben bedroht war», ergänzt Katharina Bänziger. Das ist auch heute noch ein wichtiger Gedanke: Gott suchen, vertrauen und auf seine Antwort hoffen.

Gottes Güte und Gnade jagen mir hinterher

Gottes Güte und Gnade jagen mir hinterher

‧ 2m 36s

«Gott ist gut und seine Gnade verfolgt mich. Sie jagt mir hinterher. Das ist bemerkenswert», sagt Katharina Bänziger. Sie unterstreicht die Bedeutung der Güte und der Gnade Gottes, die uns umgeben und uns eben verfolgen. «Zwei starke Begriffe», so sieht es auch Thomas Bänziger. «Gott ist der gute Hirte, das ist auch das Motiv des Psalms. Eigentlich gibt es aber noch ein zweites Bild, der gute Wirt.» Gott stellt uns den Lebenstisch bereit und lädt ein, dass wir Platz nehmen. Und da darf ich bleiben, bis in die Ewigkeit.

Wirf deine Sorgen auf Gott

Wirf deine Sorgen auf Gott

‧ 2m 42s

«Überlassen ist hier nicht wirklich das treffende Wort. Eigentlich geht es vielmehr um ein Werfen», sagt Thomas Bänziger. Dieser Ausdruck kommt nur zweimal vor im Neuen Testament. Hier und an derjenigen Stelle, wo die Menschen Palmzweige vor Jesus auf den Boden geworfen haben. «Sorgen stelle ich mir so richtig klebrig vor, die muss ich aktiv wegwerfen.»
Katharina Bänziger stellt sich die Sorgen eher wie einen schweren Medizinball vor. «Die sind so schwer, die muss ich richtig wegstossen.» Wir sollen im Vertrauen leben, dass Gott für uns sorgt.