Karfreitag: Mit Jesus ist die Hoffnung gestorben
Shownotes
Bibeltext in dieser Folge
Erschüttert bekannte der römische Hauptmann, der neben dem Kreuz stand und mit angesehen hatte, wie Jesus starb: «Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen!» Einige Frauen hatten das Geschehen aus der Ferne beobachtet. Unter ihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus dem Jüngeren und von Joses, sowie Salome. Sie waren schon in Galiläa bei Jesus gewesen und hatten für ihn gesorgt. Zusammen mit vielen anderen Frauen waren sie mit Jesus nach Jerusalem gekommen.
Der Bibeltext wurde anhand der Losungen ausgesucht. © Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine; Weitere Informationen findest du hier
Der römische Hauptmann erkennt, dass Jesus Christus Gottes Sohn gewesen ist. Für Evelyne Baumberger ist das eine bemerkenswerte Aussage: «Gottes Sohn war zu dieser Zeit eigentlich immer der Kaiser. Der Hauptmann sagt damit, dass Jesus diesen Status erhalten hat. Das ist nicht ungefährlich.» Tobias Rentsch sieht noch einen weiteren Punkt. «Der Hauptmann und die Frauen, das sind die, die erkennen, wer Jesus ist. Das ist nicht die theologische Elite.» Für ihn ist das ein Hinweis, dass wir alle eingeladen sind, um bei dieser Geschichte mitzureden.
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Expertinnen und Experten:
Evelyne Baumberger ist Theologin und Leiterin von RefLab.ch, dem digitalen Lagerfeuer der reformierten Landeskirche Zürich. Dort veröffentlicht sie regelmässig theologische Kurzvideos über Instagram, Facebook und YouTube. «Unter freiem Himmel» ist der Name ihres Podcasts bei RefLab und unter freiem Himmel ist Evelyne Baumberger auch in der Freizeit gerne unterwegs. Wann immer es möglich ist, tankt sie an der frischen Luft Energie beim Wandern, Joggen oder Trailrunning.
Tobias Rentsch ist als Pfarrstellvertreter in den reformierten Kirchgemeinden Ostermundigen und Zollikofen angestellt. Im christlichen Glauben findet er eine grundlegende Orientierung fürs Leben. In seiner Arbeit setzt er sich gern mit neuen Perspektiven auseinander, oft auch über Grenzen des konventionell Kirchlichen hinweg.
Hier geht’s zum Reflab: https://www.reflab.ch/
Transkript anzeigen
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00:00:12: Er schüttert, bekannte der römische Hauptmann, die er neben dem Kreuz
00:00:16: stand und
00:00:16: mit angesehen hatte wie Jesus starb.
00:00:20: Dieser Mann ist
00:00:22: wirklich Gottes Sohn gewesen!
00:00:26: Einige Frauen hatten alles was geschah aus der Ferne beobachtet.
00:00:30: Unter ihnen waren Maria aus Magdalah und Maria die Mutter von Jakobus, dem Jüngeren.
00:00:36: Und von Joses sowie Salome.
00:00:39: Sie waren schon in Galilea bei Jesus gewesen und hatten für ihn gesorgt.
00:00:44: Zusammen mit vielen anderen waren sie mit Jesus nach Jerusalem
00:00:48: gekommen.
00:00:50: Der römische Hauptmann, der sagt, dieser Mann war Gott des Sohnes.
00:00:55: Das ist auch speziell das ausgerechnet Römer.
00:01:00: im Römischen Reich, in Antiken.
00:01:02: Wer ist Gott der Sohn?
00:01:03: Das sind nicht mehr Kaiser.
00:01:04: Also ein Kaiser.
00:01:05: Augustus, Alexander den Großen und César sind Zöne von Gott – also die göttliche Legitimierung dieser mächtigen Männern.
00:01:13: Und jetzt sagt ausgerechnet der römische Hauptmann ... Ich weiss nicht, wie es mit dem weitergegangen ist, dass er, der am Kreuz hangt eigentlich den Kaiserstatus sollte haben.
00:01:22: Also schliess auch der Bogue zum Anfang dieser Kreuzigungszene, wo über einem Kopf Jesus auf das Schild hangt.
00:01:29: Er ist der König der Juden!
00:01:32: Es ist ein gefährlicher Aussage für einen römischen Hauptmann zu machen, von jemand anderen als vom Römischen Käser zu tegen.
00:01:38: Das
00:01:38: ist nicht verraten!
00:01:39: Sie sind ein Sohn von Gott und das ist gefährlich.
00:01:44: Und was mir auffällt, ist der fremde Römische Hauptmann und die Frauen, die hier in dieser Textpassage vorkommen.
00:01:54: Beides nicht gerade Menschen, die man der theologischen Elite dazu aus der Sicht des Judentums gesprochen hat.
00:02:04: Das sind diejenigen, die sie erkennen und das weitertragen.
00:02:08: Und ich glaube, es ist für alle, die Bibel lesen, ein Hinweis darauf, dass du hier mitreden darfst oder diskutieren
00:02:25: darfst.
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